Hallo Forum,
vielleicht ist es für den einen oder anderen professionellen Anwender oder privat technisch Versierte interessant: Oracle hat auf Basis seines Logical Volume Managers "ASM" ein Dateisystem Namens ACFS herausgebracht.
Durch die Basis auf ASM ermöglicht es neben den üblichen Vorzügen eines Logical Volume Managers (Transparentes Hinzufügen von Disks, dynamische Größenänderung etc.), daß
- MEHRERE Clusterknoten
- auf MEHRERE Storages
- SYNCHRON schreiben und lesen
können. Damit bietet sich die Möglichkeit, ohne storageseitige Replikationsfeatures (Kosten!) eine echte Mehr-Standort-Strategie zu fahren.
In der Praxis wird das sicherlich lediglich eine "Mehrere Räume-" oder "Mehrere-Gebäude-"Strategie werden, da ab 2000m Distanz das zugrundeliegende Konzept der Oracle Clusterware zu bröckeln beginnt, und spätestens ab 50km Dark Fiber ist meines Wissens nach komplett Ende.
Ich habe das Ganze heute mal getestet (wen es interessiert der kann hier:
http://www.usn-it.de/index.php/2009/...chmark-poorly/ nachlesen).
Mein Eindruck hinsichtlich Administration war gut, auch das Sperrverhalten scheint flüssig zu sein. Performance würde ich mal abwarten und meine Werte nicht auf die Goldwaage legen: mein Setup war technisch sehr kastriert.
Lauffähig sind die Module vermutlich nur mit RedHat / CentOS, da sie nicht im Quellcode vorliegen. Mein Test war auf einem auf RedHat basierenden Oracle Enterprise
Linux 5.3.
Allgemeine Infos gibt es beim Hersteller:
ACFS:
http://download.oracle.com/docs/cd/E...filesystem.htm
Achso: Nein, ich bekomme keine Provision und arbeite auch nicht bei Oracle. :P
OpenSource ist die ganze Geschichte natürlich nicht, für Tests des Systems ist die Software jedoch kostenlos herunterzuladen. Wer sie dann produktiv einsetzen möchte, muß eine entsprechende Oracle Database Lizenz erwerben.
Bei Interesse an Erfahrungsaustausch oder Fragen zu Features gerne hier Fragen stellen.
Gruß
Usn